Das sonische Ghetto

BenFrostC150514 Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

Der zweite Tag am Saint Ghetto – dem Musikfestival der Dampfzentrale – kurz bilanziert.

Alles war anders als noch an der Eröffnung des diesjährigen Saint Ghetto: die Präsenz der Auftretenden, das schöne Publikum, und die sonische Unmittelbarkeit und Mächtigkeit, die man so im Kesselhaus der Dampfzentrale noch nie erlebt hat. Man spürte die Verletzungen und die Trauer und das Brachiale in der Performance von Joke Lanz, der sein Alias Sudden Infant nun zum Trio ausgebaut hat, den tribalistischen Soul von Wildbirds & Peacedrums (der bei mir Sehnsucht nach dem Animal Collective anno «Centipede HZ» weckte, wieso auch immer), und schliesslich die brutalen und schönen Soundflächen von Ben Frost, die man durchtanzen oder durchschlafen oder beides gleichzeitig konnte (denn die Stroboskope ermüdeten schon ziemlich). Kurz, es war ein Abend, der in Bern so nur in der Dampfzentrale stattfinden kann, danke für das.

Heute Samstag, letzter Abend: mit Tryptikon, Dean Blunt und Anika aka Greta Lupe.

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