Das Dean-Blunt-Ghetto

blunt Benedikt Sartorius. Journalist und Popkulturist.

Der Auftritt von Dean Blunt am Saint Ghetto – dem Musikfestival der Dampfzentrale – kurz bilanziert.

Was es genau war, das bleibt auch zwölf Stunden nach Dean Blunts Auftritt am Saint Ghetto unschlüssig. Was klar ist: ein Konzert im klassischen Sinne war das nicht. Im dunklen Saal erklang ein hart regnendes Sample – etwa zehn Minuten lang –, ein lokales Cello-und-Saxofon-Duo spielte kurz, zwei Gestalten – einer davon Dean Blunt – vermassen die Bühne, irgendwann gabs ein Soul-Stimmsample und irgendwann setzten dann auch die Backing-Tracks ein. Blunt sprechsingte dünn, das Licht blieb ungefähr, es begann wieder zu regnen, und dann setzte es ein, das Strobo-Blitzlicht, das das Publikum zusätzlich paralysierte. Das Erstaunlichste an dieser Perfomance: die Verlorenheit von Blunt und seinem Super-Meta-Pop berührte. Was für ein Trickser.

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